Private Krankenversicherung 2008
11. Januar 2008 von Tobias Heine
Bisher waren in der Privaten Krankenversicherung (PKV) die Versicherungsbeiträge für Frauen höher als für Männer, weil bei Frauen die Möglichkeit besteht, dass sie schwanger werden und Kinder bekommen. Auch Frauen, die keine Kinder bekommen wollten, mussten in Deutschland in der PKV mehr bezahlen. Nach einer EU Richtlinie ist das nicht gerecht. Die Kosten sind auf Frauen und Männer gleich zu verteilen. In den PKV in Deutschland hat das zur Folge, dass die Beiträge 2008 für Frauen bleiben und für Männer steigen.
Darüber hinaus beabsichtigen viele PKV ihre Beiträge generell um durchschnittlich 10 % zu erhöhen.
Hintergrund dieser Beitragserhöhung soll sein, dass die PKV mit der Gesundheitsreform verpflichtet wurden, einen Basistarif einzuführen, der sich nach Aussagen der Versicherer nicht rechnet.
Es ist auch damit zu rechen, dass viele Versicherungsnehmer der PKV durch die bevorstehenden Beitragserhöhungen gezwungen sind in den Basistarif zu wechseln, weil sie die hohen Versicherungsbeiträge nicht mehr zahlen können.
In der Vergangenheit wurde in solchen Fällen wieder zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gewechselt. Das ist nur noch bei Harz IV möglich. Der Versicherungsnehmer muss in der PKV im Basistarif weiter versichert werden.
Versicherungsnehmer im Basistarif der PKV müssen mit ihrem Arzt klären, dass sie nach den Regelsätzen der GKV abgerechnet werden. Geschieht das nicht, müssen sie beim Arztbesuch aus der eigenen Tasche zuzahlen.
Die Versicherungspflichtgrenze wird für 2008 auf 48150€ angehoben. Nur wer als Arbeitnehmer mehr verdient darf sich eine PKV suchen alle anderen müssen in der GKV bleiben. Für Arbeitnehmer, die schon 2002 versicherungsfrei waren, wird die Jahresarbeitsentgeldgrenze auf 43200€ festgelegt.
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